GDR – Gedächtnis des Ruhrgebiets

Zukunft braucht Erinnerungen: Mit ihrem Memo-Mobil sucht Mirjam Strunk nach dem Gedächtnis des Ruhrgebiets und sammelt unterwegs junge und alte Erinnerungen.

GDR – Gedächtnis des Ruhrgebiets

  • Lena, 30
  • Zeitpunkt der Erinnerung:
    vor mehr als 60 Jahren bis irgendwann
  • Ort der Erinnerung:
    Europa
  • Wohnort: Wuppertal
  • Tätigkeit: Praktikantin

Viele Wege führen ins Ruhrgebiet

Meine Oma ist in Ostpreußen geboren. Sie kam als 10-jähriger Flüchtling nach Berlin. Weil man ihrer Familie Kleidermarken aus Bochum zusteckte, mit denen Sie belegen konnte, dass Sie aus dem Westen kam, wurde sie nicht in den Osten geschickt. Bochum war damals ausgebombt und so musste sie weiter ins Sauerland fahren. Dort stieg sie mit Ihrer Mutter, deren Schwester und insgesamt 5 Kindern in einem Dorf aus, weil man sagte, dass dort sieben Schlafplätze frei waren. Meine Mutter wurde dort geboren. Sie ging zum Studium nach Bochum. Dort lernte sie meinen Vater kennen, der in Hamburg geboren wurde. Er war damals auf der Schauspielschule in Bochum. So wurde ich geboren und mein erster Wohnsitz war in Bochum. 3 Monate später zogen wir um und nach 15 weiteren Umzügen landete ich in Wuppertal, was ja bekanntlich nicht zum Ruhrgebiet gehört. Jetzt mache ich gerade ein Praktikum in Bochum und mein Freund hat gerade ein feste Stelle in Oberhausen bekommen. Eigentlich wollten wir nach Hamburg, aber so wie es jetzt aussieht, liegt unsere Zukunft im Ruhrgebiet.

Mein Traum

Das alles den richtigen Weg findet.

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