Talking about my Generation: Ein szenisches Chorprojekt an der Ruhr-Universität Bochum mit Studierenden der Theaterwissenschaft.
Im Wintersemester 2009/2010 wurde am Institut für Theaterwissenschaft ein erstes Seminar gestartet, das Assoziationen, Gedanken und Texte zum Thema Generationen sammelte, im Sommersemester 2010 ging es in die praktische Phase, die endgültige Textfassung entstand, es wurde improvisiert, geprobt, ein Theaterabend nahm Züge an. Und mit Beginn des Wintersemesters 2010/11 ging es in die Endproben und am 13. Dezember 2010 ging es zur Premiere der Chortheaterinszenierung "Not in our Name" auf die Bühne der Kammerspiele im Bochumer Schauspielhaus.
Unter der künstlerischen Leitung von kainkollektiv (Alexander Kerlin, Fabian Lettow, Mirjam Schmuck), bekannt geworden durch Chortheaterinszenierungen mit Texten u.a. von Elfriede Jelinek, Einar Schleef, Franz Kafka und Heiner Müller bekannt, entstand so am Institut für Theaterwissenschaft, das als Partner von NEXT GENERATION das Zukunftshaus Ruhr-Uni bildete, ein Abend zur Lage der heutigen Studierendengeneration. Am „Ende der Welt, wie wir sie kannten“ (Leggewie/Welzer) stellte sich die Frage, welche Zukunft für die folgenden Generationen noch zu haben sein wird. Im Zeichen der globalen Krisen und des Verfalls der Institutionen, die die Weitergabe von Plätzen für die kommenden Generationen zunehmend schwieriger werden lassen, gingen die Bochumer Studierenden auf eine eigene Suche nach der Möglichkeit von Erfahrung, der Artikulation ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen und dem Ort, an dem es sich (zusammen) leben lässt. Sie trafen dabei auf einen Chor der Alten, der sich dem Dialog der Generationen stellte. Welche Geschichte brauchen wir für welche Zukunft?
http://dbs-lin.ruhr-uni-bochum.de/iftw/